Was ist ein Logo?

Wie funktionieren Logos und was ist zu beachten?

Definition Logo?

Ein Logo ist ein grafisches und/oder typografisches Zeichen. Es repräsentiert ein Unternehmen, eine Organisation, eine Privatperson oder ein Produkt. Es ist häufig der erste Eindruck, den (potenzielle) Kunden von einem Unternehmen erhalten. Das Logo ist das Herzstück der Marke und steht im Zentrum des Corporate Design.

Herkunft der Logos

Schon im 16. Jahrhundert wurden Rinder mit Brandzeichen (Branding) markiert. Diese einfachen, unverwechselbaren Zeichen gaben Auskunft über den Besitzer der Tiere.

Mit der Weiterentwicklung von Herstellungsprozessen im Rahmen der industriellen Revolution wurden sogenannte Schutzmarken modern, die Unternehmen die Möglichkeit boten, ihre Produkte zu kennzeichnen, sich von ihren Konkurrenten abzugrenzen und gegen Reproduktionen vorzugehen.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Radio und TV wurde in der Nachkriegszeit auch die wachsende Mittelklasse als attraktive Käuferschicht immer interessanter, Werbebotschaften und mit ihnen die jeweiligen Logos (Brands) omnipräsent.

Das Aufkommen des Internets und die zunehmende Digitalisierung verstärken diesen Effekt zusehends. Mit der digitalen Darstellung von Marken/Logos ergeben sich auch neue Anforderungen an die technische Qualität von modernen Logos.

Brandzeichen – Ursprungsform des heutigen Logos

Brandzeichen: Ursprung der heutigen Logos

Welche Arten von Logos gibt es?

Ein Logo besteht in der Regel aus einer Wortmarke bzw. einer kombinierten Wort und Bildmarke. Wortmarken sind individuelle Schriftzüge (Firmenschriftzug), die den Namen des Unternehmens oder Produkts wiedergeben.

1. Logotype: Das Logo besteht aus einem Schriftzug.

2. Signet/Zeichen: Das Logo besteht aus einer grafischen Form.

3. Wort-/Bildmarke: Eine Kombination von Schrift und Zeichen.

Bildmarken/Signets lassen sich hierbei noch nach folgenden Kriterien unterscheiden:

Abstrakte Bildmarke

Abstrakte Bildmarken

Die Form des Logos lässt keine direkten Rückschlüsse auf das Angebot der Marke zu. Dies bietet sich an, wenn das Angebot schwer visualisiert werden kann (nicht greifbar, sichtbar ist) oder zu umfangreich ist, um in einer konkreten Form beschrieben zu werden.

Beispiele: LEGO, Nestlé

Illustrative Bildmarke

Illustrative Bildmarken

Hier können die Designelemente oder grafischen Zeichen eindeutig einem bestimmten Angebot zugeordnet werden. Sie illustrieren symbolisch bestimmte Produkte oder Dienstleistungen.

Beispiele: Burger King, Tchibo

Beispiele für verschiedene Arten von Logos

Lettermark

Lettermarken (oder Monogramm-Logos)

Logos, die aus einzelnen Buchstaben, häufig Abkürzungen, bestehen.

Beispiele: IBM, BBC, HBO

Bildmarke

Bildmarken (Logo-Symbole)

Reduzierte, einprägsame grafische Formen bilden hier den Hauptbestandteil des Logos. Diese Zeichen stehen allein für die gesamte Marke.

Beispiele: Apple, Twitter

Maskottchen

Maskottchen

Maskottchen sind illustrative, häufig stark stilisierte Darstellungen von Charakteren (Personen, Tiere etc.)

Beispiele: KFC, Haribo (Bär)

Wortmarke

Wortmarken (Firmenschriftzug)

Hier wird ein Unternehmens- oder Produktname typografisch visualisiert.

Beispiele: Visa, Coca-Cola

Abstraktes Logo

Abstrakte Logos

Hier kommen abstrakte, grafische Formen, welche leicht zu erfassen sind, zum Einsatz. Sie vermitteln häufig eher ein bestimmtes Gefühl als ein konkretes Bild.

Beispiele: BP, Pepsi

Wort-Bildmarke

Wort-Bildmarke

Diese weit verbreitete Variante setzt sich aus einer Wortmarke (Schriftzug) und einem mehr oder weniger abstrahierten grafischen Zeichen zusammen.

Beispiele: Lacoste, Puma

Kriterien für gute Logos

Einfachheit.

Das Logo ist klar, einfach und schnell zu erkennen. Die Komplexität ist reduziert, die Formgebung unkompliziert und doch markant. Es kann in Schwarz/Weiß ebenso gut erkannt werden wie in Farbe. So wird das Logo vom Betrachter schnell erfasst und ist leicht zu merken.

Verständlichkeit

Ein Logo weckt immer bestimmte Assoziationen. Stimmen diese mit der beabsichtigten Aussage überein, funktioniert das Logo gut, der Betrachter weiß sofort, was gemeint ist.

Glaubwürdigkeit

Das Logo – als Teil des Corporate Designs – muss die Unternehmens­philosophie und -werte (Firmenidentität/CI) widerspiegeln. Passen Formensprache und Typografie (Schriftwahl) zur definierten Identität, wirkt das Logo glaubwürdig.

Einzigartigkeit.

Die Aussage und die Gestaltung des Logos sind unverwechselbar und klar verständlich. So wird es vom Betrachter nur mit der bestimmten Marke, einem bestimmten Unternehmen in Verbindung gebracht.

Skalierbarkeit

Das Logo sollte sich beliebig vergrößern bzw. verkleinern lassen, ohne seine Wirkung/Grundaussage zu verlieren. Technisch einwandfreie Umsetzung sowie gestalterische Qualität sind hierfür maßgeblich. So kann das Logo in verschiedensten Anwendungen und Medien reproduziert werden.

Zeitlosigkeit

Logos sollten eine möglichst lange Lebensdauer haben. Nur so stellt sich die gewünschte Wiedererkennbarkeit ein. Etablierte Marken nutzen den Wiedererkennungswert bewusst, sie überarbeiten ihre Logos eher selten und nur sehr behutsam.

Ein gutes Logo funktioniert auf technischer Ebene, erzählt etwas über das Produkt/Unter­nehmen und schafft so die Möglichkeit sich mit den Werten und der Philo­sophie zu identifizieren. Ein gutes Logo ist stilistisch und ästhetisch einzigartig.

Was bringt die Zukunft?

Die Einsatzgebiete von Logos sind schon heute extrem vielfältig und unterschiedlich. So müssen sie auf Visitenkarten und Briefköpfen, als Firmenemblem oder auf Werbemitteln, wie z. B. Stiften oder USB-Sticks, ebenso gut funktionieren, wie auf Homepages, Smartphones, als Favicon oder in Apps.

Besonders auf der Website, vielfach der wichtigste Kommunikationskanal von Unternehmen, muss das Logo problemlos einsetzbar sein, ohne dass Wirkung und Aussage in unterschiedlichen Auflösungen (auf unterschiedlichen Devices) verloren gehen. Einfachheit, Klarheit und Skalierbarkeit sind hier entscheidend. Eine hohe Komplexität in der Gestaltung ist eher hinderlich.

Auch die Farbechtheit – im Druck ein wichtiger Faktor – ist kein zentrales Thema mehr, da man keine Kontrolle über Browser-Einstellungen oder Monitor-Kalibrierung der Nutzer hat. Im Gegenzug lassen sich Logos auf Websites animieren und für alle Umgebungen oder Kanäle optimiert ausgeben (responsive Logos).

Für die Zukunft des Logodesigns gilt: Skalierbarkeit und Animation statt Farbechtheit und pixelgenaue Bemaßung.